Die 8 Fallen beim Welpenkauf

Schlafende Welpen

Schlafende Welpen

Große, runde Welpenaugen gucken uns an und schon ist es um uns geschehen! Schon möchten wir den kleinen Hund am liebsten sofort mit nach Hause nehmen komme was wolle. Wir kennen es alle.

Doch es ist Vorsicht geboten! Denn “dank” unseriöser Händler lauern heimtückische Fallen beim Kauf von Hundewelpen. Wir nennen Dir die wichtigsten Dinge, auf die Du beim Welpenkauf achten solltest.

Welpen werden heutzutage über verschiedenste Kanäle angeboten. Sei es im Urlaub, auf der Straße, durch Postings auf Facebook oder auch in Verkaufsportalen wie eBay Kleinanzeigen oder Kalaydo.

Häufig ist auf den ersten Blick nicht ersichtlich, ob es sich um einen seriösen Züchter handelt oder nicht. Nicht selten werden die Hunde in sogenannten “Massenvermehrungs-Betrieben” großgezogen. Hier werden die Hündinnen als Gebärmaschinen missbraucht und die Welpen wachsen unter abscheulichen hygienischen Bedingungen auf. Daher: Augen auf, um unseriöse Welpenhändler oder gar Tierquäler nicht zu unterstützen (wir raten Dir ohnehin dazu, Dich erst im Tierheim umzuschauen!).

Erst kürzlich berichtete die Presse, wie die Polizei eine kriminelle Bande Hundehändler aufdecken konnte. Bei der Razzia wurden 106 Hunde aus katastrophalen Bedingungen beschlagnahmt. Es wurde von “flehenden Hundeaugen, verdreckten Zwingern, blutigem Kot im Wassertrog, toten Muttertieren und toten Welpen” berichtet (Zitat Stern, 08.02.2017).

Um solche oder ähnliche Händler nicht zu unterstützen, achte beim Welpenkauf unbedingt auf die folgenden 8 Faktoren:

Besonders günstiger Preis des Welpen

Ein auffallend günstiger Preis kann darauf hindeuten, dass der Hund in einem kriminellen Massenvermehrungs-Betrieb großgezogen wurde. Der Verkauf eines gesunden Hundewelpens mit Papieren kann je nach Rasse und Abstammung durchaus zwischen 500-1500 Euro kosten.

Fehlende Dokumente bei Kauf des Hundes

Ein seriöser Verkäufer setzt einen gültigen Kaufvertrag auf, der bei der Übergabe des Welpens unterzeichnet wird. Dieser ist nicht gesetzlich notwendig, aber dennoch empfehlenswert, da darin Eigenschaften, Alter, Stammbaum, Herkunft, usw. festgehalten werden können. Außerdem kann ein Welpe zurückgegeben werden, falls er nachweisbar schon bei der Übergabe krank war.

Achte darauf, dass der Welpe einen Chip trägt. Außerdem solltest Du vom Verkäufer den Impfausweis des Hundes erhalten.

Ort der Übergabe des Welpen

Sobald der Verkäufer sich an einem “neutralen” Ort wie z. B. einem Parkplatz, Raststätte oder Lagerhalle treffen möchte, ist dies immer ein verdächtiges Signal. Denn so kannst Du keinen Eindruck darüber gewinnen, ob die Hunde gesund und wohlbehütet aufwachsen. Solange die Welpen noch unter acht Wochen alt sind, sollten sie noch unbedingt bei der Mutter sein.

hund dalmatiner in stacheldraht

Dalmatiner im Stacheldraht

Kontaktdaten des Hunde-Händlers

Grundsätzlich gilt: Je mehr Kontaktdaten der Händler preisgibt, desto seriöser und transparenter arbeitet er auch im Regelfall. Natürlich gibt es hier auch schwarze Schafe, die mit falschen Adressen arbeiten. Bietet der Verkäufer jedoch lediglich eine Handynummer oder E-Mail-Adresse an, solltest Du definitiv einmal genauer hinsehen.

Interesse an guter Fürsorge für den jungen Hund

Ein seriöser Verkäufer informiert sich über das neue Zuhause seines Welpens. Er wird Dir interessierte, vielleicht gar auch kritische Fragen stellen. Dies ist jedoch ein gutes Signal und deutet darauf hin, dass er sich bislang auch gut um den kleinen Hund gesorgt hat.

Außerdem schließen viele Züchter einen sogenannten Schutzvertrag ab. Dieser verbietet, dass Du den Hund ohne Erlaubnis des Züchters weiterverkaufen darfst. In diesem Fall nimmt der Züchter den Hund zurück, um selbst nach einem geeigneten neuen Zuhause für den Vierbeiner zu suchen.

Verantwortungsvolle Tierschützer organisieren teilweise auch eine Vorkontrolle des zukünftigen Zuhauses. Möglicherweise soll auch bei einer Nachkontrolle geprüft werden, ob die Hund, Halter und Verkäufer mit der neuen Situation zufrieden sind.

Verhalten des Welpen-Händlers

Manche Verkäufer wollen bloß schnellstmöglich die allernötigsten Rahmenbedingungen klären sprich Übergabe von Welpe und des Geldes. Dies ist meist ein weiteres eindeutiges Alarmsignal!

Hunde-Werbung, die auf Mitleid abzielt

Viele kriminelle Händler kalkulieren bewusst mit den Emotionen der potentiellen neuen Herrchen und Frauchen. So wird mit Statements wie “heute hier, morgen tot” oder “Hilf mir, damit ich nicht verhungere” geworben.

Selbstverständlich ist es absolut ehrenwert, sich für die Rechte der Welpen einzusetzen und Tiere zu retten. Trotzdem gilt: Mitleid soll und darf kein Verkaufsargument sein.

Schlecht übersetzte Texte

Wenn die Werbetexte grobe Rechtschreibfehler oder sehr schlechte Grammatik enthalten, wurden sie wahrscheinlich einfach via “GoogleTranslate” aus einer anderen Sprache übersetzt. Auch dies kann darauf hindeuten, dass kriminelle Massentier-Händler am Werke sind und einen zusätzlichen Verkaufsmarkt für ihre Welpen in Deutschland suchen.

Insgesamt gilt: Höre auf Dein Bauchgefühl. Wenn Du Zweifel hast, dann sind diese sehr wahrscheinlich auch berechtigt!

PS: Schau doch mal im Tierheim vorbei, dort findest Du auch ganz tolle Hunde. Und groß wird jeder Welpe einmal ;-).

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